Cantaurora stellt sich vor

Das Vokalensemble Cantaurora wurde im Jahre 1997 als Projekt-Chor mit eigenem Charakter gegründet. Es bildete sich eine Chorgemeinschaft, deren Mitglieder in und mit der Musik leben, ihre Stimmen schulen und in diesem Chor spezielle, meist wenig gehörte Werke zur Aufführung bringen. Das Ensemble singt mit vier bis sechs Stimmen pro Register und steht seit der Gründung unter der Leitung des Dirigenten und Musikpädagogen Peter Appenzeller.

Cantaurora 2016

cantaurora, thusis 2016 (bild: theo gstöhl)

Einen Schwerpunkt in bisher rund 40 Konzerten bildet dabei A-cappella-Literatur z.B. von Hugo Distler, Arvo Pärt, Willy Burkhard, Ernst Pepping, Schweizer Komponisten des 20./ 21. Jh., darunter immer wieder Peter Appenzeller. Dazwischen gelangen auch Werke mit kammermusikalischer Begleitung zur Aufführung, so die Kantate „Membra Jesu Nostri“ von Buxtehude, das „Requiem“ sowie die „c-Moll-Messe“ von Mozart, „Lenz- und Liebeslieder“ von Brahms und Huber oder die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz. In Zusammenarbeit mit dem „Freien Chor Zürich“ wurden die „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi und die „Matthäus-Passion“ von J.S. Bach gespielt. Bach war auch das Thema der gemeinsamen Konzerte mit dem Barockorchester „le phénix“ Ende 2014.

Im Jahr 2015 widmete sich das Ensemble dem von Peter Appenzeller komponierten und arrangierten Programm „Tannhuser“ – „Carmina Helvetica“: An Ostern trat Cantaurora als Gast von Florian Heyerick und seinem Ensemble „Ex Tempore“ an einem Konzert in Gent/ Belgien auf, im Sommer 2015 am Singen vor Experten und an einem Festkonzert des Schweizer Gesangfestes in Meiringen, im Herbst in Scuol und Thusis, wo die Konzertaufnahmen für die soeben erschienene neue CD entstanden. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit „le phénix“ fand in der Karwoche 2016 mit einer kammermusikalischen Aufführung der Johannes-Passion von J.S. Bach statt.

Mit „Norðanvindur“, Musik a cappella aus dem Norden Europas, beschloss der Chor das musikalische Jahr 2016. Das Jahr 2017 begann mit „Ecco mormorar l'onde“, Chormusik aus der italienischen Renaissance und dem Frühbarock. Zum 20jährigen Jubiläum reiste Cantaurora von Chur aus in zwei Gruppen ins Oberengadin und ins Bündner Oberland, um sich abends zum Geburtstagskonzert und Fest wieder zu vereinen. Auftritte an der Bergüner Abendmusik und in Schluein zum 3-Chöre-3-Jubiläen-Fest ergänzten die Konzerttätigkeit.