Angelis Suis

A-cappella-Werke zum Thema «Engel»

Mit Engeln haben sich alle religiös veranlagten Menschen immer wieder befasst.
Es sind Wesen, die uns Menschen nahestehen, manchmal so nahe, dass wir etwas von ihnen vernehmen dürfen. Der immer wieder erkannte Schutzengel steht uns da helfend bei.

Die Musik kann direkt mit Engelwesen in Verbindung stehen. So hat es sich CantAurora zur Aufgabe gemacht, Engels-Kompositionen a cappella aufzusuchen und zu interpretieren, anders ausgedrückt, ihnen Leben zu verleihen, die solchen Tonschöpfungen innewohnen.

Dazu benötigt man erst einmal Worte, die aus Engelsmund stammen oder Engelsbegegnungen beschreiben. Bekannt ist die im Lukas-Evangelium erscheinende Stelle der Hirten, welche von Engeln die Geburt des Jesuskindes vernehmen. Es gibt Psalmworte und freie Dichtungen, welche Engel mit Worten geradezu besingen.

So werden aus der klassischen Chormusik einige Werke zu hören sein:
Ein Bach-Choral, ein «Angelis suis» von Michael Haydn, die bekannte 8-stimmige Motette aus Mendelssohns «Elias» samt Doppelchor «Ehre sei Gott in der Höhe».

Ein wesentlicher Teil des Programms ist jedoch der zeitgenössischen Chormusik gewidmet. So werden neben den bekannten Komponisten Miskinis, Dubra, Antognini auch Uraufführungen geboten:

Zwei Auftragswerke an junge Komponierende

Nadia Fernandes (*1995) aus Wettingen AG, welche an der ZHdK Zürich Musik studiert. Sie hat eine erstaunlich harmonische Klangsprache entdeckt, die feinsinnige Abstufungen verlangt und dem heutigen Zuhörer modern-vertraut erscheinen, suchend und findend. Ihre Komposition wird «Der Traum des Engels» heissen.

Grégoire May (*1992) aus Genf, der eben mit Erfolg seinen Master in Kirchenmusik und Sologesang in Zürich abgeschlossen hat. Er ist erfolgreicher Chorleiter und zeigt in seinen komplexen, vielschichtigen Chorkompositionen eine erste Meisterschaft, die viel verlangt, aber immer nachvollziehbar bleibt, harmonisch entwickelnd und öffnend. Vielschichtige Klangbilder und enge Polyphonie durchziehen seine Lieder. Sein Stück heisst «Maxime spirituelle», Text von Saint Vincent de Paul.

Ein «Angelis suis» des Bündners Gion-Andrea Casanova (*1972) wird ebenfalls aufgeführt. Es handelt sich um ein homophon gehaltenes vierstimmiges Chorstück in neu-harmonischer Wirkung, schlicht verfasst und fein empfunden.
Auch Peter Appenzeller (*1955) wird eine neue Komposition zu Worten von Christian Morgenstern beitragen.

Aufführungen:
Freitag, 1. November 2019 um 20.00h, Thusis, ref. Kirche
Samstag, 2. November 2019 um 20.00h, Zürich, Wasserkirche
Sonntag, 3. November 2019 um 18.00h, Chur, Heiligkreuzkirche